Einen Food Blog erstellen – Gedanken und Tipps

Hier geht es nach den technischen Tipps darum, warum man einen Food Blog erstellt und wie man ihn inhaltlich gestalten kann. Man muss nicht schon jahrelang Blogs lesen, um Food Blogger zu werden. Mein eigener Weg war auch nicht so geradlinig, wie du hier in meiner kleinen Vorstellung lesen kann:

Es interessiert mich nicht, was andere Leute im Urlaub machen, solange ich sie nicht kenne; was es bei ihnen zum Essen gibt und welche Bücher sie faszinieren. All die Themen in Blogs, die aus Nichtigkeiten bestehen. So habe ich zumindest noch vor ein, zwei Jahren gedacht ;-). Heute interessieren mich Nichtigkeiten zwar noch immer nicht. Aber ich sitze inzwischen fast jeden Abend selbst am Computer, um interessante Blogs zu besuchen oder hier an meinem eigenen Blog zu arbeiten, ich fotografiere an den Wochenenden Kekse und Kuchen, schreibe Rezensionen und entwickle Rezepte.

Ich, die Blogs lange Zeit für überflüssig und Blogger für seltsam gehalten hat, finde heute: Es lohnt sich definitiv, in diese Welt einzutauchen! In den vergangenen Monaten habe ich nämlich gemerkt, dass viele Blogs wunderbare Inspirationsquellen, dass viele Blogger tolle Experten oder gute Unterhalter sind. Für alle, die ebenfalls einsteigen wollen, hier ein subjektives (Food-)Blogrezept in vier Schritten.

1. Warum bloggen? Die Vorbereitungen fürs Backen

Wer bloggen will, sollte wissen, warum. Viel Geld zu verdienen oder bessere Chancen bei der nächsten Bewerbung zu haben, sind jedenfalls keine optimalen Ziele – zumindest für den Anfang nicht. Nur wer wirklich Spaß an einem Thema hat, wird auch bei Stress weiter bloggen. Ich blogge, weil ich damit zwei meiner Leidenschaften perfekt verbinden kann: Schreiben und Backen. Ich lerne interessante Menschen kennen, die dasselbe Hobby haben wie ich, knüpfe berufliche Kontakte, bekomme Feedback, kann Fragen stellen und Antworten geben. Und erfahre nebenbei eine Menge über Technik und Fotografie.

Pesto-Blume Rezept

Möchtest du besser backen lernen?

Dann abonniere meinen Newsletter und erhalte jede Woche köstliche und gesunde Rezepte aus meiner Küche direkt in deine Inbox.Jetzt starten 

Unser Newsletter informiert dich zu neuen Rezepten, Tests und Berichten aus der Welt des Backens. Informationen zu den Inhalten, der Protokollierung deiner Anmeldung, den Versand über den Anbieter MailerLite, statistische Auswertung sowie deine Abbestellmöglichkeit erhältst du in unserer Datenschutzerklärung

Zwei kleine Warnungen: Ein Blog kostet Zeit. Und er lebt auch von der Subjektivität seiner Einträge. Auch wer im Alltag nicht zur Selbstdarstellung neigt, wird zumindest einen Teil seiner Persönlichkeit öffentlich machen. Ich erinnere mich gut dran, dass ich die Idee meiner „Glücksbäckerei“ kurzzeitig verworfen hatte, als ich erfahren habe, dass ein Blog ein Impressum mit Namen und Adresse braucht…

2. Welche Domain und Software? Die Wahl der richtigen Backform

Der erste Eindruck zählt – und zwar in Form einer aussagekräftigen Domain inklusive passender Optik. Für mich war die Wahl meiner URL leicht: Backen macht (mich) glücklich! Technische Fragen machen mich allerdings weniger glücklich. Und so habe ich mich für die Software WordPress entschieden, die man leicht bedienen kann, und den Großbereich Technik größtenteils outgesourced – an meinem Mann :-). Insofern ist backenmachtgluecklich.de auch ein schönes Gemeinschaftsprojekt. Alle technischen Tipps von Jan rund um die Themen Domain, Hoster und Layout kannst du hier nachlesen.

Mir gefallen Blogs, deren Optik zum Inhalt passt, deren Texte und Fotos einen ganz persönlichen Stil aufweisen. Wer über Autos bloggt, braucht natürlich ein anderes Design als mein Backblog mit seinen verspielten Schriftarten und Pastellfarben.

3. Welche Inhalte und Bilder? Das Zubereiten und Verfeinern des Teigs

Es gibt Millionen von Rezepten im Internet. Wer meinen Blog besucht, möchte aber vielleicht genau mein Rezept für Brownies. Ich will nicht nur Anleitungen posten, sondern Geschichten, und lege damit einen anderen Schwerpunkt als Rezeptdatenbanken, Seiten wie „Chefkoch“ oder Communities wie „Küchenplausch“, mit denen ich ohnehin niemals konkurrieren könnte. Blogger brauchen eine Nische und „unique content“, wie es so schön heißt: Posts, die man so nicht auch anderswo findet. Und ich schreibe eben in meinem ganz eigenen Stil über tolle Rezepte und interessante Bücher, Menschen und Experimente, Zubehör und Trends; dafür habe ich zuvor Interviews geführt und gebacken, gelesen und getestet. Manchmal bieten mir Firmen inzwischen Produkte für Rezensionen an – ein schöner Nebeneffekt des Bloggens. Meine Meinung gibt´s damit natürlich nicht zu kaufen.

Während mir Schreiben leicht fällt, brauche ich für Fotos ehrlich gesagt oft noch Stunden. Aber das Auge isst eben mit: Blogs, in denen es um Architektur, Do-it-yourself oder eben Backen geht, brauchen ansprechende Bilder. Ich bin leider keine Fotografin….und schon gar keine Foodfotografin. Wer schon einmal versucht hat, einen schnöden Rührkuchen hübsch zu fotografieren, und bei den ersten 50 Bildern Schweißausbrüche bekommen hat, weiß wie ansprichsvoll Essen-Knipsen sein kann ;-).

4. Was beachten und beherzigen? Das Essen und (hoffentlich) Genießen

Irgendwann möchte jeder Blogger wissen, wie sein Inhalt ankommt. Über spezielle Tools kann ich sehen, wie viele Menschen meinen Blog besuchen, was sie lesen wollen und wie gut Google meine Seite findet. Da ich mir niemanden leisten kann und will, der professionell Suchmaschinen-Optimierung macht, versuche ich vor allem durch Inhalt zu punkten. Dafür brauchen Blogger Ausdauer, die mir manchmal defintiv fehlt… Zwei oder drei Wochen nach dem Start der „Glücksbäckerei“ war ich mir sicher, Google werde mich für immer verschmähen, weil mein Blog einfach nicht in den Trefferlisten auftauchte. Aber letztlich mag vielleicht selbst eine Maschine wie Google gute Texte und Bilder…

Wenn ich abends nicht direkt an meiner Seite arbeite, bin ich auf Facebook unterwegs oder besuche andere Blogs. Ich freue mich riesig über jeden Besucher, der auf meinen Backblog kommt. Bloggen mit allem, was dazugehört, macht irgendwie ein bisschen süchtig. Man muss schon darauf achten, noch Raum und Zeit für andere Dinge zu lassen. Es ist eben wie mit einem richtig leckeren Kuchen. Zuviel davon, und schon wird einem schlecht…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.